Geist
Der Ostflügel im Erdgeschoss des Thermalhotels in der Mission ›Alte Handelstraditionen‹ ist abgesperrt, jemand wurde dort ermordet und ein Geist treibt sein Unwesen. Diese Seite versucht, die Geschehnisse zu analysieren und präsentiert einige Theorien, was passiert sein könnte.
Die Fakten
Wie an den eingegangenen Pflanzen unschwer zu erkennen ist, ist der Ostflügel im Erdgeschoss des Thermalhotels bereits seit längerer Zeit abgesperrt. Er umfasst die Zimmer 100–111, wovon 47 jedoch aufgrund von Absperrungen vor den Türen nur die Zimmer 106–109 betreten kann. In all diesen Zimmern erscheint einem, wenn man im Bad in den Spiegel schaut, ein Geist, der einem signalisiert, zu verschwinden. Dieses Wegscheuchen erinnert stark an allgemein Wachen, die 47 zu verscheuchen versuchen. (Verschwindet man nicht, passiert jedoch nichts.) Hin und wieder erscheint er auch auf dem Flur und verschwindet dann durch die Wand in Zimmer 108 hinein.
In diesem Zimmer befindet sich im Bad ein Polizist, der sich duscht und der offensichtlich mit dem Geist spricht, während er wild gestikulierend auf den Spiegel zeigt. Auf dem Bett liegt neben der Uniform des Polizisten eine GK17-Pistole, mit der 13mal geschossen wurde.
Auf dem Weg von Zimmer 108 bis 109 sind auf dem Boden des Flurs Blutspuren zu sehen. Zimmer 109 wird von einem Polizisten bewacht, mitten im Zimmer liegt eine männliche Leiche. Das ganze Zimmer ist blutverschmiert. Neben der Leiche steckt ein Küchenmesser in der Wand, im Bad liegt eine abgesägte Schrotflinte mit 2 Schuss auf dem Boden, auf dem Waschbeckenrand ist eine 10er-Packung Schrotflintenmunition zu finden.
Der Flügel ist vom Erdgeschoss her (Südeingang) abgesperrt und verschlossen, vom ersten Stock kommt man jedoch problemlos über die Treppe nach unten. Sämtliche Absperrbänder (bei beiden Zugängen) sind zerrissen.
Die Blutspuren
Die Blutspuren fangen in dem Raum an, in dem sich der mit dem Geist sprechende Polizist befindet. Vor dem Zimmer ein Spritzer, kurz vor der Doppeltür ein weiterer. Hinter der Doppeltür dann eine immense Spur bis in den offenen Raum. Am Ende der Blutspur liegt der Tote vor dem Bett, über ihm an der Wand ein mittelgrosser Blutspritzer mit einem Messer dazwischen. Auf dem Bett eine Blutlache und über dem Bett an der Wand ebenfalls ein grosser Spritzer. Vor der Badezimmertür wieder ein grosser Spritzer, im Badezimmer ist das Wasser in der Badewanne blutrot, an der Wand ein Riesenspritzer, auf dem Boden vor der Wanne ebenfalls. Merkwürdig ist, dass es keine wirklich zusammenhängende Spur gibt.
Der Geist
Der Geist scheint der des toten Hotelgastes zu sein, der bereits in Teil 1 im Hotel eingecheckt hatte.

Er blutet, wenn man auf ihn schiesst. Dabei könnte es sich jedoch um einen Bug handeln. Man kann ihn mit der Klaviersaite töten und danach seine ›Leiche‹ herumziehen.

Sonstiges
Da sich die Mission gewissermassen lediglich in 47s Kopf abspielt und in Teil 1 weder Mord noch Geist vorhanden war, könnte es sich auch um Auswirkungen von so etwas wie einem schlechten Gewissen von 47 handeln, welches sich das ganze in seinem Kopf nur dazudenkt.
Die Fragen, die sich daraus ergeben
- Wer war der Mörder?
- Kommt das Blut aus der Wanne vielleicht vom Geist?
- Wieso signalisiert einem der Geist, dass man weggehen soll?
- Wieso ist der Korridor nur auf der einen Seite abgeriegelt, während man ihn von der anderen Seite her ohne Probleme betreten kann?
- Warum sind die Absperrbänder zerrissen?
- Liegt in der Badewanne jemand in dem ganzen Blut ›begraben‹?
- Hat die verblüffende Ähnlichkeit der Wegscheuchgeste des Geistes mit derjenigen ›normaler‹ Wachen etwas zu bedeuten? War der Geist womöglich selbst einmal ein Wachangestellter?
- Hat das ganze etwas mit dem ersten Teil zu tun?
- Warum ist der Flügel schon länger verlassen?
- Was hat der Polizist für ein Problem? Hat er, und wenn ja, auf wen oder was geschossen?
- Wie kommen die vielen Blutspritzer an ihre jeweiligen Stellen?
- Was macht das Messer in der Wand?
- Was hat die abgesägte Schrotflinte im Bad zu suchen?
- Wieso ist die Badewanne voll Blut?
- Was hat der Geist mit all dem zu tun?
Verschiedene Theorien
Dreamer
Womöglich hat der Geist damit zu tun, dass der Flügel schon länger verlassen ist. Das würde jedoch die nachfolgende Theorie unlogisch werden lassen. Also bleibe ich mal bei einem »Ich weiss es nicht.«
Da der Polizist im Bad immer in den Spiegel zeigt und dabei recht verärgert zu sein scheint, nehme ich an, dass auch er den Geist im Spiegel sieht. Er scheint ihn für irgendetwas verantwortlich machen zu wollen. Da in seiner Waffe 13 Kugeln fehlen, nehme ich an, dass er derjenige ist, der den toten Mann auf dem Gewissen hat. Man findet keine Einschusslöcher an den Wänden, d.h. er hat keinen schlechten Job gemacht, immerhin hat er den Mann 13 mal getroffen. Womöglich hat ihn der Geist in den Wahnsinn getrieben?
Wenn man die Verteilung des Blutes bedenkt, zeigen sich mir die Ungereimtheiten der Theorie eines ›geradlinigen‹ Mordes auf. Den Spritzern nach zu urteilen müsste der erste Treffer vor dem Zimmer des Polizisten gewesen sein, denn dort findet man den ersten, leichten Blutspritzer am Boden. Der zweiter Treffer muss vor der Doppeltür gewesen sein, da befindet sich der nächste kleine Spritzer. Offenbar ist der Getroffene dann direkt hinter der Tür zusammengebrochen, denn dort befindet sich ein weitaus grösserer Blutspritzer, von dort führt auch eine Blutspur bis zur Leiche, und hört dort auf. Der Mann scheint also dort seinen Schussverletzungen erlegen zu sein. Nun, wie kommt dann aber das Blut ins Badezimmer, aufs Bett und an die Wand? Meine Theorie hier ist, dass der Tote im Zimmer nicht der einzige war, der getroffen wurde. Die Suche nach einer weiteren Leiche oder dergleichen war bisher aber erfolglos. Eine andere Erklärung habe ich aber nicht für die seltsame Verteilung der Blutspritzer. Womöglich hatte es ein Attentat gegeben, bei dem jemand mit der abgesägten Schrotflinte in das Bad eingedrungen ist und dort jemanden in der Wanne erschossen hat. Wahrscheinlich lag noch jemand weiteres, eventuell Ehefrau, auf dem Bett und wurde dort regelrecht hingerichtet. Das Messer in der Wand ist wohl als eine Art Zeichen anzusehen. Um nicht mit den Elektromeldern in Kontakt zu geraten liess der Täter dann offenbar die Schrotflinte einfach im Bad liegen (wie er damit allerdings ins Hotel hineingelangt ist kann ich nicht erklären). Warum er noch Munition aufs Waschbecken gestellt hat ist mir jedoch auch ein Rätsel. Demnach ist der Tote, der nun im Zimmer, liegt durch den Polizisten erschossen worden, weil er unbefugt in den abgesperrten Bereich eingedrungen ist und der Polizist aufgrund der ›Geisterpräsenz‹ überreagiert hat.
Ich glaube, dass der Geist von dem Mann stammt, der dem Attentat in der Badewanne zum Opfer fiel. Das würde erklären, warum man ihn stets im Bad über der Wanne schweben sieht. Da er, wenn man ihm auf dem Gang erblickt, in das Zimmer des Polizisten schwebt, scheint er der Grund für die Überreaktion des Polizisten zu sein. Er hat ihn regelrecht ›heimgesucht‹. Somit haben wir es hier mit einem Attentat zu tun, von dem weder Täter noch Opfer bekannt sind, sowie mit einem Mord an einem Mann durch einen Polizisten, der seinen Ursprung in einer übersinnlichen Erscheinung hat, resultierend aus dem Mann, der beim Attentat ums Leben kam.
Anmerkung: Diese Theorie lässt ausser Acht, dass der Polizist sich wie verrückt wäscht.
Zaphod Beeblebrox
Wie man unschwer erkennen kann, haben alle Pflanzen in den Blumenkübeln im abgesperrten Bereich ihre Blätter verloren.
Da sich Pflanzen jeglicher Art in voller Lebenspracht auch auf Friedhöfen finden lassen, gehe ich davon aus, dass die hier stehenden Bäumchen sich genauso wenig von Geistern beeindrucken lassen wie ihresgleichen auf dem Friedhof.
Daraus kann man folgern, dass dieser Teil des Hotels schon seit längerer Zeit unbeaufsichtigt ist, denn sonst hätte sich ja ein Hotelpage samt Giesskanne ihrer (der Pflanzen) erbarmt.
Trotzdem ist der Flügel gesperrt, weil sich der hier in allen Badezimmern herumspukende Geist nicht gerade beruhigend auf Hotelgäste und -personal auswirkt. Ebenso wenig die Tatsache, dass die Fensterscheiben im Flur ständig aus ungeklärtem Grunde zerspringen, als hätte sie jemand von innen eingeschlagen.
Da aber gerade das Verbotene auf den Menschen an sich eine gewisse (in diesem Falle besonders unheilbringende) Anziehungskraft ausübt, verirrt sich der Gast, der eigentlich im ersten Stock wohnt, ins Erdgeschoss, ins Zimmer 109.
Hier, durch den Geist im Spiegel inspiriert, der ihm immer wieder erscheint und auf die Badewanne weist, lebt er seine ihm selbst bisher unbekannte satanistische Neigung aus: Nach und nach schafft er literweise Blut aus dem nahe gelegenen Schlachthaus heran, um sich selbst wie Siegfried (aus der Nibelungensage) ein Blutbad zu bereiten.
Er bemerkt in seinem Wahn nicht, dass sein eigentümliches Handeln dem Wachpersonal auffällt und einer der Polizisten ihm in die verbotene Zone folgt, die diesem bisher auch unbekannt war – denn seine Aufgabe ist es ja, unter den Gästen (die es in diesem Teil des Hotels gar nicht gibt) für Recht und Ordnung zu sorgen.
Doch auch der Wachmann bleibt nicht verschont vom Einfluss des ruhelosen Geists. Als er die Pläne des Gastes durchschaut, stellt er ihn zur Rede.
Also finden sich beide vor der bis oben mit Blut gefüllten Badewanne wieder und der Gast gesteht scheinbar kleinlaut, seine Absichten, woraufhin der Polizist den Inhalt der Badewanne für beschlagnahmt erklärt (um sich selbst darin zu amüsieren) und den Gast des Hotels verweisen will.
Seine langen Vorbereitungen in Gefahr sehend, drängt der Gast den Polizisten aus dem Badezimmer und wirft das Küchenmesser hinterher, dass er dem Chefkoch der Hotels zuvor geklaut hatte, und mit dem er das Blut in der Badewanne mit seinem eigenen vermengen wollte. Zitternd bleibt dieses in der Wand neben dem Bett stecken.
Sich wieder alleine wähnend, dreht er sich um, in der Absicht, schnell in die Badewanne zu steigen. Nur hat er in diesem Fall nicht mit der Hartnäckigkeit des Polizisten gerechnet, welcher bereits einen Augenblick später hinter ihm steht und mit seiner Dienstwaffe das Feuer eröffnet.
Der Gast, bereits schwer getroffen, wie die Blutflecken über der Badewanne belegen, zieht seinerseits eine abgesägte Schrotflinte und schiesst zurück, wobei der Polizist noch rechtzeitig in Deckung gehen kann.
Wegen der langen Nachladezeit der Schrotflinte hat der Polizist einen grossen Vorteil, er springt zurück ins Badezimmer, entwaffnet mit geschulten Bewegungen den angeschossenen Gast und schubst ihn aus dem Raum, damit er nicht doch noch in die begehrte Badewanne steigen kann.
Im Zimmer angelangt, manövriert der Polizist ihn mit zwei weiteren Kugeln aufs Bett, das sich langsam mit Blut vollsaugt. Nach einem umfangreichen Gespräch zwischen Peiniger und Opfer baut sich der Polizist triumphierend neben dem Bett des Gastes auf, verpasst ihm einen Tritt, der ihn vom Bett auf den Boden wirft, und enleert anschliessend das Magzin seiner Waffe bis auf fünf Kugeln in den bereits am Boden liegenden Mann, der sich noch einmal aufbäumt, um das Messer aus der Wand in die Finger zu bekommen. Durch eine letzte Kugel in den Kopf wird seinem Treiben jedoch ein Ende gesetzt.
Da er sich über den Lärm bewusst wird, den er mit der Glock17 verursacht, hält der Wachmann inne und besinnt sich eines besseren. Er entledigt sich seiner Kleidung und steigt in das blutrote Bad, um unverwundbar zu werden. Dummerweise haben beide, Gast und Polizist nicht beachtet, dass es sich hier nicht um Drachenblut handelt, der Badende also nicht unverwundbar wird. Tja, alle machen mal Fehler …
Während seines Vollbads erscheint über ihm der Hotelgeist, den er bisher nie gesehen hatte, unter dessen Einfluss er aber in den letzten Stunden stand.
Zu Tode erschrocken springt er aus der Badewanne, nimmt seine Klamotten unter den Arm und flieht in ein, wie er denkt, sicheres Zimmer. Auf dem Wege dorthin tropft das Blut, in dem er zuvor gebadet hatte, von seinem Körper.
Im anderen Zimmer angelangt, schmeisst er seine Klamotten aufs Bett, springt unter die Dusche und wäscht sich den Rest Blut vom Leib.
Immer wieder mal sieht er den Geist im Badezimmerspiegel, woraufhin er fassungslos gestikulierend vor dem Spiegel steht. Jedoch ist er von den vorhergegangenen Aktionen so kaputt, dass er nicht die Flucht ergreift, sondern weiter versucht, die begangenen Sünden von seinem Körper zu waschen.
Auf der Suche nach seinem Kollegen findet der andere Wachmann später den Tatort, sperrt das Gelände ab und wartet auf die Spurensicherung, die offensichtlich noch nicht am Tatort war.
Wolfheart
Ich hab mir da gar keine Gedanken zu gemacht. Dachte, das wäre ein nettes Osterei.
Aber: Könnte doch sein, dass der duschende Polizist von dem Toten (als er noch lebte) vergewaltigt wurde. Das würde seinen Duschwahn erklären. Und dann hat er ihn erschossen. Und der geist ist der Tote, der Rache will … *g*
Zu simpel? Vielleicht soll ja …
Das Absperrband ist durchtrennt, d.h. nach dem Mord ist noch etwas geschehen. vielleicht kam der Mörder zurück. Ich denke, der Polizist unter der Dusche hat damit zu tun (ist der Mörder) … warum sollte der Geist uns sonst in dieses Zimmer lotsen.
Stooky
Ich glaube, der Bulle im Bad wurde getroffen, deshalb die Blutspur. Er hat im Bad seine Wunden unter der Dusche gesäubert.
Spotter
Ist es eventuell möglich, dass der Cop aus Frustration auf den Geist geschossen hat, d.h. er gar nicht alle Kugeln für den Mord brauchte? Eventuell erklärt das ja die Fensterscheiben, die immer wieder von innen zerschlagen werden.
Kenji Hayamoto
Vor mehreren Jahren wurde im Thermalhotel ein Geschäftsmann im Zimmer 109 ermordet. Die Sicherheitskräfte riegelten den Flügel ab. Als eines Abends ein Sicherheitsbeamter seine Runden drehte, bemerkte er, dass das Absperrband abgerissen war und die Tür von Zimmer 109 weit offen stand. Als er nachsah, fand er vor dem Bett den Hotelgast aus Zimmer 210 in seinem Blut liegend. Als er sich der Leiche näherte, hörte er ein seltsames Geräusch aus dem Bad. Als er nachsah, gefror im das Blut in den Adern: Er erblickte über der mit Blut gefüllten Wanne den Geist des vor Jahren ermordeten Hotelgastes (den Geschäftsmann aus Zimmer 109), der auf ihn zukam. Der Beamte zog seine Waffe und feuerte, da flog plötzlich wie von Geisterhand die abgesägte Schrotflinte vor seine Augen. Mit einem beherzten Sprung rettete sich der Beamte aus dem Bad, in dem sich nun ein Schuss aus der Schrotflinte löste. Er wähnte sich bereits in Sicherheit, doch der Geist folgte ihm. Er feuerte weiter, 13mal gesamt, dann verschwand der Geist. Der Sicherheitsbeamte forderte Verstärkung an und floh ins Zimmer 108, wo er sich erst einmal das Blut von der Haut wusch, von dem er nicht wusste, woher es kam. Da erschien im der Geist erneut …
Hier das Motiv des Geistes, den Gast in den Tod zu locken:
Als vor vielen Jahren der Mord am reichen Geschäftsmann verübt wurde (dem heutigen Geist), wohnte der jetzige Tote aus 210 ebenfalls im Hotel. Was bis dato niemand wusste: Der jetzige Tote ist der Mörder des Geistes. Doch auch der Geist war in seinem früheren Leben nicht ganz das gelbe vom Ei. Er war ein Gangster aus Moskau. Und der jetzige Tote war ein vom KGB beauftragter Spetsnaz, der sich um den Geschäftsmann kümmern sollte, was er anscheinend falsch verstanden hat. Er erschoss ihn, und der Geschäftsmann musste fortan als Geist im Thermalhotel sein Unwesen treiben. Er konnte nicht ins Jenseits (oder die Hölle), solange sein Mörder noch lebte. Also lockte er seinen Mörder ins Zimmer 109 und tötete ihn auf schrecklichste Art.
