Hitman-4.de – The Lounge for Real Professionals

Nachspiel im Sanatorium

Die Order, auf kahlköpfige Männer acht zu nehmen, stellte sich bald als schlechter Witz heraus. Von denen, die noch lebten, hatten alle eine Glatze. Sogar einige der Pfleger. Alles verlief nach Plan, wir rückten an, das Team war perfekt abgestimmt, wir hatten oft geübt, uns in zahllosen Einsätzen bewiesen, doch mit dem ersten Schritt durch diese Tür, mit dem der Gestank der Toten, der Geruch von Ether uns entgegenquoll, kroch er, den wir jagen sollten, uns tief unter die Haut. Die Wände, der Boden, alles war voller Blut. Die verwirrten Patienten irrten ziellos zwischen den Leichen umher, flädderten sie. Einige der schlimmsten lebten ihre Albträume an ihnen aus. Es schien, als ob die Hölle selbst uns aus den Tiefen des Kellers dieses Gebäudes entgegenquoll und alle in den Wahnsinn trieb.

Wir konnten uns noch so sehr zusammenreissen, uns anfeuern, jeder von uns hatte Angst, wollte weg. Die Waffe in meiner Hand, meine Ausrüstung, die kugelsichere Weste, all das kam mir so lächerlich vor, wir kämpften gegen einen Geist. Hier galt nicht mehr das Bild der Welt, die wir besser machten. Hier galten seine Regeln, und ich spürte seinen Blick auf mir, er war überall, dies hier war sein Werk.

Als unser Team vor dem einzigen Aufzug im Gebäude stand, entschieden wir, den Keller zu durchsuchen, doch in diesem Augenblick kam der Rückzugsbefehl, irgendwer hatte die Scheinwerfer vor dem Haus ausgeschaltet, vom Dach aus, also stürmten wir hoch. Oben fanden wir nur einen Toten Patienten, mit einem Enforcer-Jagdgewehr, und einen weiteren, der bald vom Dach sprang, und in mir war dieses undefinierbare Gefühl der Ungewissheit, ob die Tatsache, das ich den Keller nie sehen werde, mir das Leben rettete oder uns die entscheidenden Antwort versagte.

Das letzte, was ich noch sah an diesem Abend, war einer unserer Wagen, der durchs Tor davonjage, und mit ihm jagte mein Glaube davon. Ich kündigte noch am selben Tag.

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